Donnerstag, 13. April 2006

Wir werden schon früh von Angel geweckt, die mit uns reist, um zu gewährleisten, dass wir auch in der richtigen Stadt aussteigen. Nach einer sehr bequemen, aber viel zu kurzen Nacht erreichen wir gegen acht Uhr den Bahnhof von Tianjin, und mit größter Hast tragen wir Koffer und Instrumente aus dem Waggon. Dort erwartet uns bereits David, ein Lehrer, der uns während der letzten Tage begleiten wird. Beim Verlassen des Bahnhofs bemerken wir das große Willkommensschild, dass an unserem Bus befestigt wurde. Bevor wir zu unserer neuen Unterkunft, der Wanbo Boarding School in Tianjin, aufbrechen, fahren wir zu einem Markt. Zwei wunderbare Stunden lang haben wir jetzt die Möglichkeit an Ständen und in kleinen Läden ausgiebiges Souvenir-Shopping zu betreiben. Schnell haben wir verstanden, dass Handeln hier ganz normal ist, und das Feilschen um Preise macht uns großen Spaß. In kurzer Zeit haben wir uns mit Fächern, chinesischen Pinseln, Büchern, Schmuck und kleinen Drachen eingedeckt.

Als wir endlich mittags unsere Schule erreichen, müssen wir erst einmal die schweren Koffer in den vierten und fünften Stock tragen, wo einige Zimmer für uns hergerichtet wurden. Von diesen sind wir sehr angetan, denn es gibt "richtige" Toiletten und eigene Duschen auf jedem Zimmer. Nach dem sehr leckeren Mittagessen ist es schon Zeit für unser letztes Konzert in China. Wie schon die beiden zuvor wird auch dieses draußen stattfinden und wie üblich haben wir mit dem ungewöhnlich starken Wind zu kämpfen. Außerdem ist es heute leider recht kühl, was vor allem für die chinesischen Schülerinnen, die das Konzert mitgestalten und auf dem kalten Boden tanzen müssen, schwierig ist.

Später zeigen uns unsere Gastgeber noch eine besondere Attraktion in Tianjin, die "Out Beach" genannt wird. Hier versammeln sich besonders im Sommer die Einwohner der Stadt am Fluss, um das gute Wetter zu genießen. Für die Abende gibt es eine Light Show über dem Wasser. Wir, die unter "Beach" eigentlich etwas anderes verstehen, sind von der kalt wirkenden Anlage, die überwiegend aus Beton, Marmor und etwas grauem Sand besteht, ein wenig enttäuscht. Zum Abendessen werden wir zurück in die Schule gebracht, obwohl einige von uns schon mit McDonalds geliebäugelt hatten, deren gewohnter Werbung wir unterwegs begegnet sind. Die Nachtruhe wird an diesem Abend früh eingeläutet, denn morgen steht uns ein langer und anstrengender Tag bevor. 

Svenja Mertelmeyer

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Im Schlafwagen nach Tianjin
Gruppenfoto in Tianjin
Shopping
Ein tolles Mitbringsel!
Nach unserem letzten Konzert in China
Rezension unseres Konzerts

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