C: Dschungel

Montag, 31.03.2003

Unser Kontrastprogramm führt uns am Nachmittag in ein Safari-Hotel im Jim Corbett National Park - einem Reservat für wildlebende Tiere wie Tiger, Elefanten, Hirsche, Affen und viele andere heimische Dschungeltiere. Das Hotel liegt idyllisch schön an einem Flussbett, die Zikaden zirpen, viele Vögel ziehen ihre Runden und am Eingang der Hotelanlage winkt einem ein riesiger Elefant mit dem Rüssel entgegen. Wenn wir jetzt schon wüssten, dass wir auf diesem nicht nur reiten, sondern auch mit ihm gemeinsam ein Bad nehmen würden, wir hätten alles eher für einen Tagtraum gehalten! Um uns aber heute erst einmal an das "Dschungelfeeling" zu gewöhnen, sehen wir uns einen Film über den englischen Jäger und Autor Jim Corbett an, der viele menschenfressende Tiger tötete und seine Dschungelerlebnisse niederschrieb. Gesättigt vom reichhaltigen indischen Buffet genießen wir die Abendstimmung im Dschungel und wappnen uns für die morgige Safari.

 

Dienstag, 01.04.2003

Der ganze Tag ist kein Aprilscherz, auch, wenn es einem bei einzelnen Aussagen an diesem Tag wie "der Elefant schwimmt jetzt mit uns im Fluss" oder "das ist die Spur eines Tigers" so vorkommen könnte; aber beginnen wir den Tag chronologisch. Schon vor dem Frühstück starten wir einen spannenden Dschungelspaziergang: wie die Tierforscher ziehen wir hintereinander und mucksmäuschenstill durch den Dschungel und werden dafür mit der Sicht auf Affen, Hirsche, wunderschöne Vögel und Termitenhügel belohnt.

Frisch gestärkt vom Frühstück geht es dann nicht nur um das Beobachten von Tieren, sondern um die Kontaktaufnahme mit einem weitaus größeren Gesellen als wir es sind. Ob es nun Benjamin Blümchen ist oder ein anderer Verwandter seiner Gattung, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass der gutmütige Elefant, dessen Zuhause ebenfalls die Hotelanlage ist, uns in Kleingruppen durch die Gegend schaukelt und das Gefühl weitaus weniger schlimm ist, als die vielen Schlaglöcher auf unserer Busreise. Daraufhin wird er auch jedes Mal mit leckerem ?Zuckerbrot? belohnt und zeigt uns seine "Rüsselmuskeln", indem er einige von uns auf seinem Rüssel hochklettern lässt (hätten wir doch nur so ausgeprägte Muskeln im Mundbereich: unser Ansatz wäre auf Jahre hin gesichert!). Die Elefantenfaszination lässt uns noch immer nicht los, und so nehmen wir gemeinsam mit dem etwas borstigen und verdreckten Freund ein Bad im klaren Wasser eines Flusses. Vorteil ist, man hat gleich eine integrierte Elefantendusche!!!

In einer Art "Dschungel-Info-Museum" informieren wir uns dann schon einmal theoretisch über die Dinge, die uns in den nächsten Stunden bei der Dschungelsafari erwarten werden. Ausgestattet mit Fernglas, Fotoapparat und Sonnencreme (mittlerweile ähneln nämlich einige Bläser dem Aussehen von Rotkopfäffchen!) beginnt eine witzige Jeep-Tour durch den Jim-Corbett-National-Park, und auch wenn die Tiger sich eher zurückhaltend im Erscheinen zeigen, sehen wir viele für uns interessante Tiere, wobei der Jeep-Fahrer sich innerlich bestimmt über unsere vielen "Stop"- oder "Wait"-Rufe köstlich amüsiert.

Tatsächlich kehren wir anschließend alle lebend aus dem Dschungel zurück, und das ist auch nötig, denn unsere Besetzungsliste wäre sonst völlig über den Haufen geschmissen! Nach einigen übungsfreien Tagen sind wir richtig "heiß" aufs Spielen, denn erste Entzugserscheinungen nach täglichem ßben vor der Fahrt machen sich nach fünf Tagen "Spielabstinenz" allmählich breit. Irgendwie erscheint es unrealistisch, als wir am Abend in der afrikanisch angehauchten Hotel-Empfangshalle sitzen, in deren Mitte die Feuerstelle entfacht wird und wir nun ein kleines Konzert geben. Zur Zeit sind nicht viele Hotelgäste da, doch als "Eingewöhnung" für die nun folgenden Auftritte ist dies hier genau der richtige Rahmen. Ein leckeres Abendbuffet lässt den Abend nett ausklingen, wobei bei den ersten aus unserer Gruppe ab heute ein leichtes bis stärker werdendes Magengrummeln und ßbelkeitsgefühl aufkommt, das man noch nicht so recht zu deuten weiß?

Bianca Nolte

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Blinder Passagier
Junglewalk
Elefantenbad
Elefantastisch!
Safari
Tigerspuren!
Konzert im Dschungelhotel

Hersfelder Zeitung, 05.04.2003: Ausflug in den Dschungel

Noch die Eindrücke des Delhi-Aufenthaltes im Kopf traten wir den nächsten Teil unserer Reise an, der uns über 300 Kilometer weit ins Himalaya-Gebirge und den Jim Corbett-Nationa...Mehr...

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