Sonntag, 11.07.2010

Zitternd stehen wir um halb fünf auf, um schon bei Sonnenaufgang bei den höchsten Düne der Welt sein zu können – ein Plan, der leider nicht ganz aufgehen sollte. Aber nach dem Frühstück und mehr als einer Stunde Sandpiste kommen wir an der Düne „Big Daddy“ an. Sie zu besteigen ist wieder einmal schwerer als es von unten aussieht. Wir gehen etwa auf 80m Höhe und machen dort ein paar Gruppenfotos.

Für den Abstieg wählen wir einen schnelleren Weg: Wir gehen nicht, wie beim Aufstieg, gemütlich über den Kamm der Düne, sondern rennen einfach die steile Flanke hinunter. Das macht einen Riesenspaß, denn man wird schneller als bei jedem Sprint! Nicht selten endet es aber auch mit Überschlägen im tiefen Sand. Leider müssen wir im Anschluss gleich in Richtung Windhoek aufbrechen, wo uns unsere die Gastfamilien am Abend erwarten. So geht es wieder einmal stundenlang über namibische Sandpisten.

Nach gefühlten 100 Stunden Busfahrt kommen wir abends endlich in der Hauptstadt an, lernen zunächst unsere Gastfamilien kennen und verbringen den weiteren Abend gemeinsam mit ihnen in der Schule beim Public Viewing des WM-Endspieles. Danach geht es zu den Gastfamilien, wo wir mit den für deutsche Verhältnisse riesigen Sicherheitssystemen ihrer Häuser bekannt gemacht werden - beeindruckend und manchmal beängstigend zugleich!

Montag, 12.07.2010

Nach einem relativ langen Schlaf und einer warmen Dusche geht es heute zunächst in die Schule. Dort treffen wir in einem Konferenzraum einen Geschichtsprofessor, der uns Namibia und seine Hauptstadt näher bringt. Nachdem er einiges über seine eigene Biographie und das Land geschildert hat, fahren wir mit ihm zu den Sehenswürdigkeiten Windhoeks. Wir besuchen dabei u.a. den „deutschen Reiter“, der hier seit der Kolonialzeit geduldig steht. Nach dieser sehr informativen Rundfahrt geht es zurück zur Schule, wo wir von unseren Gasteltern zum Mittagessen abgeholt werden.

Am Nachmittag treffen wir uns in der Innenstadt, wo wir auf der nicht gerade groß angelegten „Shopping-Meile“ ein wenig einkaufen können. Zum Abendessen treffen wir uns dann in der rustikalen „Joe’s Bar“, wo wir viele heimische Wild-Spezialitäten probieren und noch ein wenig mit unseren Gastgebern zusammensitzen können. Die Gaststätte überzeugt mit ihrem schönen Ambiente, es gibt sogar ein kleines Lagerfeuer in der Mitte, das in der kalten namibischen Nacht sehr angenehm ist.

Dienstag, 13.07.2010

Früh morgens treffen wir uns heute in der Schule, um einmal einen ganzen Tag den Unterricht zu verfolgen, der hier bereits um 7 Uhr beginnt. Dabei sammeln wir jede Menge verschiedener Eindrücke (ich habe zum Beispiel Deutsch-, Englisch- und Physikunterricht verfolgen können). In den Pausen treffen wir uns und tauschen unsere Eindrücke aus dem Unterricht aus.

Nach dem Mittagessen in unseren Gastfamilien treffen wir uns am Nachmittag zu unserer ersten Probe mit der Schul-Big Band in der Aula der Schule. Wir studieren als gemeinsames Abschlussstück für unser Konzert ein Udo Jürgens-Medley ein und proben anschließend noch einige unserer eigenen Titel. Den Abend verbringen wir heute individuell mit den Gastfamilien.

Mittwoch, 14.07.2010

Heute können wir endlich wieder einmal richtig ausschlafen - oder in die Schule gehen und uns noch einen Schultag anschauen. Gemeinsam treffen wir uns erst nachmittags zu einer letzten Probe für unser Abschlusskonzert heute Abend. Zwischen Probe und Konzert vertreiben wir uns die Zeit zur Abwechslung mal in einem italienischen Restaurant.

Das Konzert findet in der noblen Aula der Schule statt und ist sehr gut besucht. Zuerst hören wir den Darbietungen der Big Band zu, nach der Pause geben wir dann unser Bestes und sind erleichtert, dass unsere Musik sehr gut bei den Namibiern ankommt. Lange Gespräche mit unseren Gastgebern, in denen wir die großartige Reise reflektieren, gehen noch bis in die Nacht hinein.

Donnerstag, 15.07.2010

Noch vor Sonnenaufgang treten wir erschöpft und übervoll mit Eindrücken über dieses wunderbare, unbeschreiblich vielfältige Land und die netten Menschen, die wir kennenlernen durften, die Heimreise an.

Nach einem langen Flug von Windhoek nach München und der anschließenden Busfahrt kommen wir ausgepowert, aber aufgeladen mit Tausenden von Bildern und Erlebnissen, nachts gegen 2:30 Uhr in Bad Hersfeld an. Für diesen unermesslichen Erfahrungsschatz Dank an alle, die dies ermöglicht haben - besonders an Ulli, der immer wieder top noch toppen kann!

Reinhold Radick

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