Donnerstag, 06.10.2011

Dass heute einige von uns in professioneller Fahrradmontur beim Frühstück erscheinen, liegt wohl an der angekündigten Fahrradtour durchs Mekong-Delta. Nach einer gut zweistündigen Busfahrt erreichen wir endlich die Anlegestelle unseres Bootes. Zur großen Freude aller Beteiligten kommt nun Ullis im Markt gekaufte Überraschung: Er hatte für jeden einen Reishut gekauft, juhuu! Die dürfen wir gleich für das Gruppenfoto aufsetzten, sichtlich zur Freude der umstehenden Einheimischen. 

Mit Mückenspray und Sonnenmilch im Anschlag – wir haben wieder super Wetter erwischt – fahren wir mit dem Boot auf einem der unzähligen Flussarme des Mekong und sehen einen der traditionellen schwimmenden Märkte. Wenig später gehen wir von Bord, um einige kleine „Fabriken“ zu besichtigen. Hier werden Kokosbonbons, Reisschnaps und viele andere Köstlichkeiten von Hand unter Bambusdächern gefertigt. Einige von uns decken sich mit Mitbringseln ein. 

Für einen kleinen Schauder sorgt noch der Schlangenschnaps, in den tatsächlich eine nicht zu kleine Schlange eingelegt ist, bevor wir uns wieder mit dem Boot auf zu unserer geplanten Fahrradroute machen. Die entwickelt sich zu einem Highlight der ganzen Reise: Auf Damenrädern geht es auf die Matschpiste – da hilft selbst das tollste Trikot nichts mehr! 

Es kommt zu diversen Zwischenfällen: Nach nur wenigen Metern wird ein Reifen von einem Skorpion platt gestochen und im weiteren Verlauf wird einer unserer begleitenden Lehrer heimtückisch vom Rad gestoßen (so die offiziellen Versionen). Nach anfänglichem Stop-and-Go verläuft die Fahrt insgesamt doch ohne größere Blessuren. Die Route führt uns über ungesicherte, nicht mal einen Meter breite Brücken vorbei an Bambushütten mit freundlich bemitleidend winkenden Einheimischen. Wir müssen ein super Bild abgegeben haben...

Endlich – fix und fertig und völlig durchgeschwitzt – an unserem Mittagslokal angekommen, erwartet uns ein tolles Mittagessen. Hübsch angerichteter Elefantenfisch und noch selbst zu kochende Titenfischtentakeln laden zum Schlemmen ein, bevor es mit Schiff und Bus zurück nach Ho Chi Minh City geht. Dieser Tag ist mit Sicherheit ein Highlight der gesamten Reise und wird uns noch lang in Erinnerung bleiben!

Freitag, 07.10.2011

Schon beim Aufwachen merken einige, dass sie wohl gestern zu lange Fahrrad gefahren sind – autsch! Nichts desto trotz steht uns ein langer Tag bevor: Wir werden zunächst zur deutsch-vietnamesischen Universität fahren, dort einen Auftritt haben, um dann wieder zurück nach Ho Chi Minh City zur Firma von Borries Plass zu fahren, wo wir für die Mitarbeitenden musizieren dürfen. 

Das Konzert in der Uni verzögert sich ein wenig, weil der Monsun dazwischen kommt. So kommen wir schon vorab mit den Studierenden ins Gespräch und ein Student zeigt uns, was er auf der Trompete kann. Der Monsun hindert die VietnamesInnen aber keineswegs, später „volles Rohr“ mitzusingen. Besonders „Can you feel the Love tonight“, „Heal the World“, „We are the World“ und das vietnamesische Volkslied kommen super an. Zwischendurch bekommen wir noch eine Tanzeinlage, bevor sich unser Publikum fürs Abschlussfoto um uns herum aufstellt. Es werden noch viele Fotos gemacht und einige unterhalten sich sehr lebhaft. 

Nach diesem sehr stimmungsvollen Auftritt haben wir die Freude, vietnamesisches Mensaessen in der Mensa verkosten zu dürfen, bevor wir zurück nach HCMC in die Firma von Borries fahren. Hier werden wir schon erwartet: Gerade wird ein Buffet mit Leckereien aufgebaut und kalte Getränke stehen auch schon bereit. Nachdem wir einige Stücke zum Besten gegeben und das Buffet geplündert haben, werden wir von den Mitarbeitern, die uns sehr offen begegnen, durch die Firma geführt. 

Nach einigen abschließenden Stücken kehren wir schließlich müde von diesem anstrengenden Tag ins Hotel zurück. Zufälligerweise gibt es nicht weit von unserem Hotel ein „Deutsches Brauhaus“. Einige von uns lassen es sich nicht nehmen, hier mit sichtlicher Vorfreude ein Jägerschnitzel oder Cordon Bleu zu bestellen. 

Zurück im Hotel heißt es packen, denn morgen in Allerherrgottsfrühe steht der Inlandsflug nach Hanoi an. Ein herzlicher Dank für die tolle Zeit in Ho Chi Minh City geht an Borries Plass, seine Frau Thu und das Team vom Goetheinstitut: Dr. Weinig, Frau Hanh und Bich Bui, die uns mit so viel Hingabe begleitet und uns Vietnam und seine Kultur so viel näher gebracht haben!

Samstag, 08.10.2011

4:30 Uhr, der Wecker klingelt. Oje! Es hilft nichts, raus aus den Federn. Pünktlich um 5:15 kommen alle mit gepackten Koffern und kleinen Augen...

Weiter nach Hanoi

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